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Vergleich Sharp Zaurus C760 - Psion - Teil 5

    Vergleich Sharp Zaurus C760 - Psion - Teil 5
Lutz Wohlfarth, 14.03.2005

Energiespeicher und Stromverbrauch

Etwas was man heute bei keinem aktuellen PDA mehr findet ist, das der Psion Serie 5 noch mit Batteriefach für Standardbatterien und Standardakkus im AA-Format ausgestattet ist. Da man diese Batterien eigentlich in jedem Winkel der Welt finden kann, gibt es mit einem Psion Serie 5 normalerweise keine Stromsorgen. Dank der Backupbatterie, die beim kurzfristigen Entfernen der AA-Batterien oder -Akkus den RAM weiterhin mit Strom versorgt, kann ein Batteriewechsel ohne Datenverlust und ohne anschließendem Neubooten erfolgen.

Der Zaurus C760 ist verglichen mit dem Psion Serie 5 anders aufgebaut. Zum einen besitzt der C760 einen properitären LiIon-Akku mit 1.700 mAh und zum anderen besitzt er keine zusätzliche Backupbatterie. Obwohl Sharp keine Backupbatterie vorgesehen hat, ist aber, da im C760 Daten und Programme in einem Flash-Speicher (nicht flüchtiger Speicher) abgelegt werden, auch bei einem Wechsel des Akkus im Zaurus ist mal abgesehen von geöffneten nicht gespeicherten Dateien nicht mit Datenverlust zu rechnen. - Allerdings muss der Zaurus danach neu booten, was schon mal ein, zwei Minuten dauern kann.

Die Laufzeit des C760 mit einer Akkuladung ist abhängig von den benutzten Funktionen/Programme und dem eingestellten Prozessortakt sowie evtl. aktiven CF-Card-Erweiterungen wie WLAN-Karte u.s.w.


Prozessortakteinstellung

Ohne CF-Card-Erweiterung liegt die Betriebszeit bei mir zwischen 5 und 6,5 Stunden Dauerbetrieb. Was ich mal gerade so als noch ausreichend bezeichnen möchte.

Extrem ist allerdings die Zeitdauer einen vollständig entladenen Akku mittels Nertzteil und der im C760 enthaltenen Ladefunktion wieder vollständig aufzuladen – 4,5 bis 5 Stunden sind deutlich zu lang.

Fazit

Der Psion ist, bei dem was er ist und was er kann, wirklich gut! Aber ein Sharp Zaurus SL-C760/860 hat dank einiger interessanter Softwareentwicklungen (KDE-PIM/Pi, TextMaker) stark aufgeholt und erfüllt Aufgaben (z.B. Netzwerktools, VoIP), für die ein Psion nie gedacht war und ein Psion auch nie in der Lage sein wird zu erfüllen. Die Bezeichnung “Personal Mobile Tool”, die jeder Zaurus auf dem Gehäuse trägt, trägt er aus meiner Sicht zu Recht.

Auch wenn es im Detail bei verschiedenen Funktionen und Zaurus-Programmen etwas zu bemängeln gibt, konnte ich in den ca. 12 Wochen die ich nun meinen Zaurus besitze fast alle Funktionen, die mir auf dem Psion wichtig sind, auch auf dem Zaurus realisieren. - Aber ich hoffe, es wurde mit diesem kleinen Vergleich auch deutlich, dass ein Zaurus auch nicht für Jeden als Psionnachfolger geeignet ist, da sich die Ansprüche von jedem Nutzer unterscheiden und jeder andere Prioritäten setzt. Für all die, die sich vielleicht jetzt doch etwas mehr für einen Zaurus interessieren, möchte ich mit Z-Portal.info [16] und OESF.org [17] noch zwei wirklich gute zaurusspezifische Foren empfehlen, in denen man genauso gut aufgehoben ist wie hier auf PsionWelt.

Meine Hoffnung ist auch, dass dieser Vergleich vielleicht auch den einen oder anderen Linuxprogrammierer zeigt, wo es beim Zaurus aus Anwendersicht noch klemmt und vielleicht entwickelt sich daraus ja  die eine oder andere Programmidee, die den Zaurus noch vielseitiger werden lässt.